OSD - Rote Karte für Müllsünder
Seit 2003 setzt der Ordnungs- und Servicedienst konsequent den Bußgeldkatalog "Müll" um.Egal ob achtlos weggeworfener Kaugummi, Pizzakarton oder wild abgestellter Kühlschrank - wenn die Verursacher erwischt werden, drohen ab sofort konsequent kräftige Verwarn- und Bußgelder.
Um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und ertappte Müllsünder vor Wiederholungen zu warnen, verteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) rote Merk-Karten zum Bußgeldkatalog.
Die Palette der Strafgelder reicht von 20 EUR für den "Ex und Hopp" auf die Straße geworfenen Pizzakarton bis zu 1000 EUR für die "wilde Deponie", den am Straßenrand entsorgten Kühlschrank.
Teuer wird es auch bei nicht beseitigtem Hundekot auf der Straße oder in der Grünanlage. Für die nicht weggeräumten "Tretminen" sind künftig mindestens 75 EUR fällig.
| Die Verwarnungen/Bußgelder im Einzelnen | |
|---|---|
| Zigarettenkippen achtlos wegwerfen | 10 EUR |
| Obstreste, Dosen, Flaschen, Tetra-Packs, Abfall wie Pommestüten, Pizzadeckel oder ähnliches wegwerfen | 20 EUR |
| Essensreste wie Pommes -, Pizza - oder Burger-Reste wegwerfen | 35 EUR |
| Aschenbecher im Rinnstein entleeren | 35 EUR |
| Kaugummi nicht im Mülleimer entsorgen | 35 EUR |
| Hundekot auf Straßen, Gehwegen, Plätzen oder in Parks | ab 75 EUR |
| Hausmüll in oder an öffentlichen Abfalleimern entsorgen | ab 75 EUR |
| Sperrmüll wild entsorgen | ab 150 EUR |
Taschen-Ascher statt Kippen schnippen
Einen Taschenaschenbecher für Müllsünder haben ab sofort die Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes im Gepäck. Ertappte Kippen-Schnipper und Kaugummi-Spucker bekommen ihn nun neben der gebührenpflichtigen Verwarnung von 10 EUR fürs Kippen schnippen oder 35 EUR fürs Kaugummi spucken mit auf den Weg. Der Ordnungsdezernent sagte bei der Vorstellung: "Der faltbare Aschenbecher soll die Ertappten dazu animieren, künftig ihre Zigaretten und Kaugummis nicht mehr auf die Straße zu schnippen oder zu spucken." Hintergrund für die Anschaffung des Taschen-Aschers ist eine Bilanz, die aus dem Bußgeldkatalog "Müll" gezogen worden ist. Der Bußgeldkatalog ist seit 15. August 2003 in Kraft.
Die Kontrollen erfolgen sowohl von uniformierten OSD-Mitarbeitern als auch von Kollegen in Zivil. "Die sichtbare Präsenz des OSD im gesamten Stadtgebiet sorgt offenbar dafür, dass zahlreiche Verstöße erst gar nicht begangen werden", sagte der Ordnungsdezernent. Die Resonanz auf die "Rote Karte" und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen des OSD seien überwiegend positiv, einige Bürger forderten sogar höhere "Geldbußen" für ertappte Müllsünder. Viel Lob gebe es von den Besuchern der Landeshauptstadt. Hinweise aus der Bevölkerung über Verbesserungsmöglichkeiten werden aufgenommen. Deshalb fahren die Einsatzkräfte des OSD immer wieder besondere Schwerpunkteinsätze an belebten öffentlichen Plätzen und an Haltestellen der Rheinbahn.
Übrigens:
In Düsseldorf stehen im gesamten Stadtgebiet 4.200 Abfalleimer zur legalen Müllentsorgung bereit. Sie verfügen entweder über eine Zigarettenaufnahmevorrichtung oder sind mit einem Hinweis beklebt, wie man seine Kippe darauf ausdrücken kann.
Rote Karte für Müllsünder

Taschenaschenbecher

