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Geschwindigkeitsüberwachung im Rheinufertunnel

Eine der modernsten Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen geht in Düsseldorf in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober im Rheinufertunnel in Betrieb. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist damit die erste Stadt in Deutschland, die einen innerstädtischen Tunnel mit einer digitalen Messanlage ausgerüstet hat.

Laut Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes werden pro Fahrtrichtung und Fahrstreifen in den fast zwei Kilometer langen Tunnelröhren alle Fahrzeuge zwei Mal auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit kontrolliert. Zeitgleich wird die bisherige Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 auf 70 Stundenkilometer heraufgesetzt.

Übersicht aller Messorte in Düsseldorf

Der für das menschliche Auge nahezu unsichtbare Blitz ist neben der Verwendung neuester digitaler Fototechnik das Besondere an dem modernen Überwachungssystem. Die von einer Monheimer Firma entwickelte so genannte "Black-Flash"-Blitztechnik macht es möglich, sowohl das Kennzeichen als auch das Innere des Fahrzeuges zu erleuchten, ohne dass der Fahrer durch einen hellen Blitz irritiert wird.

Wie funktioniert die Technik?

An der Tunnelwand sind je Fahrstreifen eine digitale Kamera und ein "Black-Flash"-Blitzer montiert. In der Fahrbahn eingelassen befindet sich das Messfeld aus je drei Piezosensoren, die bei der Überfahrt eines Fahrzeuges die Signale an einen Piezovorverstärker senden. Dieser digitalisiert die Signale und ermittelt die Geschwindigkeit zweifelsfrei anhand des Weg-Zeit-Gesetzes. Bei Überschreitung des eingestellten Limits lösen der unsichtbare Blitz und die Kamera gleichzeitig aus.

Es kann vorkommen, dass ein Autofahrer beim Durchfahren des Tunnels an beiden Kontrollstellen zu schnell unterwegs war und folglich auch zwei Beweisfotos gemacht wurden. Dazu gab es schon vor Inbetriebnahme der Anlage von vielen Autofahrern besorgte Fragen. Ordnungsdezernent Werner Leonhardt erklärt dazu: "Wird jemand bei einer Tunneldurchfahrt gleich zweimal geblitzt, liegt ein Fall von so genannter Tateinheit vor. Es wird dann nur der jeweils höhere Verstoß geahndet." Leonhardt berichtet in diesem Zusammenhang, dass es das Ziel der aufwändigen Geschwindigkeitsüberwachung ist, die Verkehrssicherheit im Rheinufertunnel zu erhöhen und die Verkehrsteilnehmer vor rücksichtslosen Rasern zu schützen. In der Vergangenheit waren im Tunnel bei Kontrollen erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert worden. "Wir wollen die Autofahrer dort nicht unnötig zur Kasse bitten oder gar abzocken", erklärt Leonhardt und weist auf die Warnschilder, die an allen Tunnelzufahrten angebracht sind, hin, " aber die Raser gefährden sich und andere". Leonhardt ergänzt: "Die hohen Anschaffungskosten von rund. 400.000 Euro bleiben dabei zweitrangig, denn schließlich sollen durch diese Anlage Unfälle vermieden und Menschenleben gerettet werden. Die schrecklichen Folgen von Tunnelunfällen sind allen bekannt. Somit war es auch im Hinblick auf die durch die Polizei festgestellten gravierenden Geschwindigkeitsüberschreitungen an der Zeit, zu handeln", so Leonhardt.


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23. Mai 2012 | 12:34 Uhr

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