Entwicklungskonzept Kaiserwerth
Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes
Auf der Grundlage des Handlungskonzeptes "Stadterneuerungsmaßnahmen im historischen Ortskern Kaiserswerth" ist ein Entwicklungskonzept für den historischen Ortskern aufgestellt worden. Ziel war es, eine Entwicklungsperspektive für Kaiserswerth mit einer breiten Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Beauftragt wurden als Arbeitsgemeinschaft das Stadtplanungsbüro Scheuvens+Wachten aus Dortmund und das Verkehrsplanungsbüro R+T Topp Skoupil, Küchler und Partner aus Düsseldorf.
Prägendes Merkmal des Planungsprozesses war, dass die Bürger nicht mit fertigen Konzepten konfrontiert wurden, sondern im Dialog ein Konsens für die Leitlinien der künftigen Entwicklung des Ortskerns erreicht werden sollte. Daher wurde das Entwicklungskonzept in einem mehrstufigen Verfahren erarbeitet.
Bestandsaufnahme
Aufbauend auf vorhandenen Unterlagen und Untersuchungen wurde eine Analyse der Strukturen des Stadtteils erarbeitet, die Qualitäten und Chancen für die künftige Entwicklung, aber auch Schwachstellen und Problembereiche aufzeigte.

Der historische Stadtkern von Kaiserswerth
Ergänzt wurde dies durch eine ausführliche Erhebung der Verkehrssituation. Die Ergebnisse wurden im Museum Kaiserswerth ausgestellt und im Rahmen einer öffentlichen Auftaktsveranstaltung am 23. Juli 2003 mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Eine Fragebogenaktion, in der die Kaiserswerther Bürgerinnen und Bürger zu Stärken und Schwächen des Ortskerns befragt wurden sowie Verbesserungsvorschläge einbringen konnten, bereicherte den öffentlichen Diskurs.
Im Rahmen der Auswertung wurden die einzelnen Anregungen bzw. Meinungsäußerungen in Themenfeldern gebündelt und systematisch zusammengefasst. Die Anregungen flossen neben den in der Auftaktveranstaltung vorgebrachten Diskussionsbeiträgen in die Konzeptentwicklung ein.
Konzeptentwicklung
Auf dieser Grundlage wurden Entwicklungsziele formuliert, Handlungsbereiche abgegrenzt und einzelne Maßnahmen definiert. Dieses Konzept wurde am 8. Januar 2004 öffentlich vorgestellt und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Eine weitere Fragebogenaktion diente dazu, die Wichtigkeit und Dringlichkeit der vorgesehenen Maßnahmen zu ermitteln.
Im Vordergrund jeglicher Entwicklung standen dabei der Erhalt, die sensible Verbesserung und der Ausbau vorhandener Qualitäten. Die folgenden Leitlinien sollen Grundlage für alle Maßnahmen und Projekte sein.
- Die für Kaiserswerth typische Vielfalt, Kleinteiligkeit und Lebendigkeit muss dauerhaft gesichert und entwickelt werden.
- Die gute Erreichbarkeit des historischen Ortskerns ist zu sichern, Belastungen sind für alle Betroffenen auf ein vertretbares Maß zu reduzieren.
- Im Dialog zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist der Charakter Kaiserswerths zukunftsorientiert zu sichern und zu entwickeln.
- Alle Maßnahmen müssen sich an einem haushälterischen Umgang mit öffentlichen und privaten Mitteln messen lassen.
Zudem wurden funktionale und räumliche Schwerpunkte mit Schlüsselcharakter für Kaiserswerth genannt, auf die sich die Entwicklung konzentrieren soll. Zu den funktionalen Ansprüchen gehörten insbesondere die Sicherung der verkehrlichen Erreichbarkeit des Kaiserswerther Zentrums und die Minderung der dadurch hervorgerufenen Belastungen. Räumlich konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Aufwertung des Entrées Klemensplatz und auf die Sicherung und Entwicklung der Qualitäten des Kaiserswerther Marktes.
Zu den weiteren Maßnahmen- und Projektbereichen, die von den Bürgerinnen und Bürgern häu-fig angesprochen wurden und sich aus den Leitlinien heraus kristallisieren gehören u.a. die Gestaltung der Entrées Rheinpromenade/Kaiserswerther Markt und Kuhtor, die Fortführung und Intensivierung der Maßnahmen zur Stadtbildpflege sowie die Fortführung des Grüngürtels und die Verbesserung der Wegebeziehungen.
Dokumentation
Die Ergebnisse beider Handlungsphasen mündeten in einem Bürgerbrief, der das Verfahren, die Bestandsaufnahme und -analyse, die Ergebnisse der Fragebogenaktionen und der öffentlichen Veranstaltungen dokumentiert. Er präsentiert das beschlossene Entwicklungskonzept, das Grundlage für die weiteren Planungen der Verwaltung und Richtschnur für die Entscheidungen der Politik ist.
An den Schluss des Entwicklungskonzeptes ist eine Maßnahmenliste gestellt, die die Einzelmaßnahmen aufführt und mit Prioritäten versieht.
Zwischenzeitlich ist bereits eine Vielzahl der geplanten Maßnahmen (u.a. Neugestaltung Entree Klemensplatz) umgesetzt worden.
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| Markus Stranzenbach markus.stranzenbach@ duesseldorf.de |
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