Schulverwaltungsamt - Übergang Schule und Beruf
Das „StuBO“-Netzwerk an Düsseldorfer Schulen
Die Landeshauptstadt hat schon früh damit begonnen, spezielle Koordinatorinnen und Koordinatoren für die Studien- und Berufsorientierung auszubilden: das „StuBO“-Netzwerk.
Mit dem Erlass „Berufsorientierung in der Sekundarstufe I, in der gymnasialen Oberstufe, im Berufskolleg und im Weiterbildungskolleg“ hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung alle weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen verpflichtet, einen Koordinator oder eine Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung zu benennen.
Die Initiative ist Bestandteil des landesweiten Rahmenkonzepts „Berufsorientierung als Bestandteil einer schulischen individuellen Förderung“. Die Organisation des StuBO-Projekts wurde der Stiftung Partner für Schule NRW übertragen.
Um die neuen StuBO-Koordinatorinnen und -Koordinatoren für die Übernahme ihrer schulischen Aufgabe zu qualifizieren und sie in ihrer Arbeit zu unterstützen, wurden in allen Kreisen und kreisfreien Städten Qualifizierungsmaßnahmen durch geeignete Bildungsträger angeboten. Jede Maßnahme besteht aus neun Modulen mit insgesamt 34 Zeitstunden. Um allen Interessenten Gelegenheit zur Teilnahme zu geben, wurden die Maßnahmen pro Kreis oder kreisfreie Stadt jeweils zweimal angeboten.
Inhalte der StuBO-Qualifizierungsmodule
- Grundlagen: aktuelle Ansatzpunkte der Berufsorientierung
(Modul I) - Externe Partner und Wirtschaft: Informationen über Bildungsmöglichkeiten (Modul II)
- Externe Partner und Wirtschaft (Modul III)
- Berufswahlbezogene Instrumente zur Kompetenzförderung,
-entwicklung und -analyse (Modul IV) - Berufswahlpass und andere Instrumente individueller Förderung (Modul V)
- Kommunikation (Modul VI)
- Projektmanagement (Modul VII)
- Implementierung (Modul VIII)
- IT-Wissen (Modul IX)
StuBO in Düsseldorf
In Düsseldorf hat das Kompetenzzentrum Übergang Schule – Hochschule/Beruf bereits vor dem Ministerialerlass mit dem Aufbau eines Netzwerks zur Berufskoordination begonnen. Bis jetzt wurden aus den Lehrerkollegien der weiterführenden Schulen mehr als 60 Berufskoordinatorinnen und Berufskoordinatoren vorgeschlagen.
Das Kompetenzzentrum wurde mit der Durchführung der Qualifizierungsmodule betraut. Inzwischen ist der Zulauf so groß, dass die Stiftung Partner für Schule NRW dem Kompetenzzentrum einen zweiten Qualifizierungsblock für bis zu 25 „StuBos“ übertragen hat.
Bis Ende 2008 haben insgesamt 50 Berufskoordinatorinnen und
-koordinatoren die Qualifizierung durchlaufen.
Formell ist das StuBO-Projekt damit abgeschlossen. Das Netzwerk wird aber in den kommenden Jahren vom Kompetenzzentrum mit eigenen Maßnahmen weiter gefördert. Dabei werden weitere Lehrerinnen und Lehrer die Basis-Qualifizierungsbausteine erhalten.


