Die Arbeitskreise der Pflegekonferenz
Pflege in der Gerontopsychiatrie
Im Arbeitskreis werden die Probleme von gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen thematisiert, wie zum Beispiel die schwierige Situation bei demenziellen Erkrankungen. Der Arbeitskreis hat unter anderem mit dem Bericht "Perspektiven zur Pflege psychisch kranker älterer Menschen in Düsseldorf" Handlungsempfehlungen formuliert, die dazu beitragen, die Lebenssituation und -qualität Betroffener und deren Angehörigen zu verbessern. So wurden bereits einige Empfehlungen aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt, wie zum Beispiel die Einrichtung von Betreuungsgruppen zur Entlastung pflegender Angehöriger (BEAtE), die durch das ehemalige Versorgungsamt Düsseldorf als trägerübergreifende Angebote anerkannt wurden.
Die Arbeitsgruppe arbeitet zu einigen Themenschwerpunkten mit der Arbeitsgruppe Gerontopsychiatrie der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz zusammen. Die Ergebnisse einer gemeinsamen Fachtagung am 30. Januar 2008 zum Thema "Psychische Störungen bei somatischen Erkrankungen älterer Menschen. Was bietet die Versorgung? Was fehlt?" wurde durch eine Dokumentation festgehalten.
Der Workshop zur Versorgung demenzkranker Menschen in Düsseldorf am 8. Juli 2010 legte den Grundstein für das Positionspapier
Versorgungssituation von Menschen mit einer Demenzerkrankung.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiteten zukunftsweisende Aspekte für eine differenzierte lokale Versorgung von demenzkranken Menschen. Mit dem Positionspapier soll die fachliche Diskussion intensiviert und es soll für eine optimale lokale Versorgung genutzt werden.
Der Workshop wurde mit der Arbeitsgruppe Gerontopsychiatrie der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz durchgeführt.
Brandschutz in Altenpflegeheimen
Bei Altenpflegeheimen sind die baurechtlichen Bestimmungen, insbesondere die des Brandschutzes, von besonderer Bedeutung. Ziel ist, das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner im Brandfall zu schützen, die Ausbreitung des Feuers zu vermeiden und Löscheinsätze zu ermöglichen. Dieses Ziel kollidiert jedoch oftmals mit dem Wunsch, eine stationäre Einrichtung wohnlich und an den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen orientiert zu gestalten. So dürfen beispielsweise nach den geltenden Brandschutzanforderungen keine Möbelstücke im Flurbereich aufgestellt werden. Moderne Heimkonzepte schlagen diese Aufenthaltsmöglichkeit jedoch vor. Die Arbeitsgruppe versucht, im Dialog Lösungen zwischen gesetzlichen Vorschriften und der Verbesserung der Wohnatmosphäre in Pflegeheimen zu erarbeiten. Bei Änderungen gesetzlicher Bestimmungen tagt die Arbeitsgruppe erneut.
Patientenüberleitung Düsseldorf
Die Schaffung und Sicherung einer maximalen Kontinuität der medizinischen und pflegerischen Versorgung von Patientinnen und Patienten, die zwischen verschiedenen Einrichtungen wechseln müssen, ist das Ziel der Patientenüberleitung. Sei es der Wechsel vom Krankenhaus in eine Pflegeeinrichtung, vom ambulanten Pflegedienst oder dem häuslichen Bereich in ein Krankenhaus oder die jeweilige Rückverlegung, immer geht es darum, dass alle Akteure zum Wohl des Patienten untereinander den bestmöglichen Informationsaustausch sicherstellen können. Die Sicherstellung der medikamentösen oder Wundversorgung, die Klarheit zum notwendigen Hilfsmitteleinsatz, die Benennung pflegerischer Probleme usw., bedarf der geregelten Verständigung der Ärzte, der Pflegenden, der Sozialen Dienste, kurz aller an der Überleitung des Patienten beteiligten Professionen. Nicht immer klappt die Weitergabe der notwendigen Informationen reibungslos. Nicht immer sprechen alle Beteiligten die "gleiche Sprache". Dies liegt nicht zuletzt an den unterschiedlichen Instrumentarien, die zur Informationsweitergabe dienen. Die Arbeitsgruppe "Patientenüberleitung" verfolgt zur Lösung dieses Problems das Ziel, im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet eine Informationsweitergabe in einheitlicher Form zum Wohle der Patienten und Pflegebedürftigen dauerhaft zu etablieren. Das beispielhafte Essener Konzept zur Patientenüberleitung wurde deshalb von Expertinnen und Experten der Gesundheits- und Pflegekonferenz, in Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen anderer Städte an die Düsseldorfer Gegebenheiten angepasst und in einer Auftaktveranstaltung am 10.09.2008 der Fachöffentlichkeit präsentiert Die Arbeitsgruppe, möchte erreichen, dass die Betroffenen beim notwendigen Wechsel zwischen den Versorgungsstrukturen möglichst flächendeckend nahtlos und komplikationslos versorgt werden.

