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Düsseldorfer Literaturkonzerte 2012

Literarisch-musikalische Feinkost an vier Abenden

Düsseldorfer Literaturkonzerte

Die Düsseldorfer Literaturkonzerte gehen in die vierte Runde! Bekannte Akteure und neue Künstler stehen im bewährten Mix aus literarischer Feinkost und musikalischem Hochgenuss auf der Bühne. An vier Donnerstagabenden spannt sich der Bogen im Musikprogramm von der russischen Klassik über Boogie Woogie zum Flamenco. Die literarischen Inhalte sind, dank des wunderbaren Auswahltalentes des künstlerischen Leiters, Peter Welk, vor allem heiter, gerne skurril, ziemlich vorwitzig und niemals ohne Tiefgang. Vor keinem literarischen Genre macht er halt: Eine Erzählung von Michail Bulgakow, die Lyrik Georg Kreislers, ein wiederentdeckter Roman von Thomas Wolfe und zuletzt der spanische Wälzer von Cervantes. Weltliteratur wird mit neuen Augen gesehen und Gegenwartsliteratur in 90 Minuten schmackhaft gemacht.

Die Literaturkonzerte laden zum Lachen, Schmunzeln, Nachsinnen, Erinnern und Entdecken ein. Lassen Sie sich das nicht entgehen!

Übrigens, der Eintritt zu allen Literaturkonzerten in der Zentralbibliothek am Bertha-von-Suttner-Platz 1 ist frei, und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Künstler der Düsseldorfer Literaturkonzerte 2012
Peter Welk (künstlerischer Leiter), Prof. Ludger Maxsein, Stefan Ulbricht, Daniel Sommer, Georg Cormann (von links nach rechts)

Als der Hund auf den Mensch kam


Michail Bulgakows satirische Erzählung "Hundeherz" Klavierstücke von Sergej Prokofjew

Mit Peter Welk und Konzertpianist Prof. Ludger Maxsein
Es war eine unglaubliche Geschichte, die der russische Arzt und Schriftsteller Michail Bulgakow 1925 unter dem Titel "Hundeherz" verfasst hatte: eine beißende Satire auf den, von der Sowjetunion propagierten, "neuen sowjetischen Menschen". Da kommt der Alkoholiker und Kleinkriminelle Grigorjewitsch zu Tode, und ein experimentierfreudiger Chirurg implantiert Organe des Toten einem liebenswerten Straßenköter. Was aus dem Hund wird, erzählt das erste Literaturkonzert 2012 als Fortsetzungs-Schmunzical. Eine Hommage an den Hund als literarisches Wesen, außerdem mit heiteren Texthappen von Eugen Roth, Heinrich Heine und vielen anderen mehr. Die Musik des russischen Komponisten und Zeitgenossen Bulgakows, Sergei Prokofjew, zu dessen Stilmitteln Humor und Ironie gezählt werden, rundet den Abend ab.
Am Donnerstag, 26. Januar um 20 Uhr

Zwei alte Tanten für Georg Kreisler


Zur Erinnerung an den biestigen Chansonnier und Lyriker

Mit Peter Welk und Komponist und Pianist Georg Corman
Selbstverständlich stehen Georg Kreislers heiß geliebte Verrücktheiten auf dem Programmzettel: die Tango tanzenden alten Tanten, das Mädchen mit den drei blauen Augen, die Wanderniere, das Lied vom Taubenvergiften und das ganz und gar gespenstische Entweder-Oder. Und selbstverständlich wird auch der Moralist Kreisler zu Wort kommen: "Es gibt keine größeren Gegensätze als Politiker und Dichter, und wenn man entdeckt, dass beide Menschen sind, fragt man sich, ob der liebe Gott das weiß." Zuletzt gilt es selbstverständlich auch noch den Lyriker Georg Kreisler vorzustellen, von dem das Lesepublikum noch immer nicht allzu viel weiß: "Mit dem Rücken gegen die Wand - Kommt man durchs verlorene Land - Manchmal sieht man ein paar Kälber - Bis man merkt: Das ist man selber."
Am Donnerstag, 1. März um 20 Uhr

Party bei den Jacks mit Boogie-Woogie


Literarische Entdeckung zum Einstieg in Düsseldorfs Jazz-Rally-Wochenende

Mit Peter Welk und Stefan Ulbricht am Boogie-Woogie-Flügel
"Die Party bei den Jacks" ist der Titel einer literarischen Entdeckung: ein Roman aus dem Nachlass des großen amerikanischen Erzählers Thomas Wolfe, der mit "Schau heimwärts Engel" das Kultbuch einer ganzen Generation geschrieben hat. "Ein Schlüsselwerk der US-Moderne - so vibrierend, sophisticated und furios wie die späten Roaring Twenties", schreibt die Kritik zur Wolfe-Entdeckung. Thomas Wolfes epochales New-York-Porträt fängt den Rhythmus einer rastlosen Epoche ein, in der der Tanz auf dem Vulkan immer ausgelassenere Formen annimmt. Stefan Ulbricht, szenebekannter Boogie-Woogie-Spezialist aus Siegburg, der mit sämtlichen Boogie-Größen von Knobelsdorff bis Zwingenberger auf der Bühne stand und dem man begeistert nachsagt, dass er den Boogie-Woogie in den Rhythmus von Lokomotiven einzubinden versteht, wird das Roman-Geschehen mit ausgelassener Spielfreude musikalisch vorantreiben.
Am Donnerstag, 24. Mai um 20 Uhr

Don Quijote aus dem Spiegel


Uraufführung

Von und mit Peter Welk
Kompositionen und Flamenco-Gitarre live: Daniel Sommer
Am Anfang der Geschichte, an einem verregneten, wolkengrauen Mittwochmorgen, wacht der neue Don Quijote auf, schaut in den Spiegel und erkennt sich selbst zweifelsfrei als den "neuen Don". Er duscht, sitzt am Frühstückstisch und freut sich, dass er ein großes Netz voller spanischer Orangen eingekauft hatte. Don Quijote fängt an zu schälen und beginnt in Gedanken damit, die Welt umzubauen ... Peter Welk schreibt den spanischen Klassiker um, denn die Ritterromane des historischen Don Quijote sind die Comics unserer Tage. Die Windmühlen von einst sind die Baukräne und Bürokratien von heute. Den Realitäten der Gegenwart werden Sehnsuchtsbilder der "guten alten Zeiten" gegenübergestellt. Im Kampf gegen alles Bedrohliche in der Welt zieht der "Verrückte" und Idealist Don Quijote durch die Welt. Auf einem alten Klepper, den er aus der Pferdemetzgerei herausgerettet hat. Flamenco-Gitarrist Daniel Sommer setzt den Don Quijote musikalisch in Szene.
Am Donnerstag, 28. Juni, um 20 Uhr


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24. Mai 2012 | 03:01 Uhr

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