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Aktuelle Themen:

Ausgezeichnete Literatur!

Mit Nobelpreisträgern auf Weltreise

Nobelpreis Medaille

"Ausgezeichnete Literatur" steht auf dem Programm der Zentralbibliothek in 2012. Vorgestellt werden berühmte und weniger bekannte Literaturnobelpreisträger aus Europa, die verschiedene Gattungen der Literatur bevorzugen. Mit einem Vortrag über die Lyrik des aktuellen Preisträgers aus Schweden, Tomas Tranströmer, dessen Gesamtwerk rund 500 Seiten umfasst, beginnt die Reihe. Zum Internationalen Frauentag im März stellen wir Ihnen eine der wenigen Autorinnen vor, die den Nobelpreis bisher erhielt: Doris Lessing. Die britische Epikerin mit engem Bezug zum afrikanischen Kontinent hat ein sehr umfangreiches Werk vorgelegt, das stetig wächst. Zum 50. Todestag von Hermann Hesse erinnern wir in einer Kombination aus Gesang und Rezitation an den berühmten Schweizer Schriftsteller, dessen Texte bis heute auf großes Leseinteresse stoßen. Genau vor 100 Jahren erhielt Gerhart Hauptmann den Literaturnobelpreis und in 2012 jährt sich sein Geburtstag zum 150. Mal. Grund genug, den Autor, dessen Dramen bis heute auf zahlreichen Theaterbühnen inszeniert werden, in den Fokus zu nehmen.

Viele Besucher und Besucherinnen haben in den Vorjahren Literatur und Autoren sowie Autorinnen von Weltklasse in dieser Reihe entdeckt und schätzen gelernt. Eine neue Chance bietet sich Ihnen an vier Abenden, Sie sind herzlich eingeladen!

Übrigens: Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In der Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1

Donnerstag, 02.02.2012 um 20 Uhr

"Hier ist ein Porträt eines Mannes, den ich kannte" -
Tomas Tranströmer


Nobelpreisträger für Literatur 2011

Tomas Tranströmer

Der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer gilt als sprachlicher Meister der Verknappung. In seinen Gedichten kommt eine innere, erträumte Welt hinter der Wirklichkeit zur Sprache, die in ihrer exakten Schönheit ein Gegenbild zeichnet. In seiner Heimat ist er ein Bestsellerautor, hier vor der Nobelpreisverleihung noch fast unbekannt, gilt es nun einen Künstler zu entdecken, über den der Schriftstellerkollege Aris Fioretis schrieb: "Tranströmer hat eine diebstahlsichere Fähigkeit, unerwartete Räume zu schaffen - stille Explosionen aus Freude und Trauer, Nischen für Verwunderung und Zuversicht."

Michael Serrer stellt das Werk von Tomas Tranströmer vor, Bernt Hahn liest Auszüge daraus.

Michael Serrer

Michael Serrer ist Literaturwissenschaftler und lehrte an verschiedenen Universitäten. Er schreibt u. a. für die "Zeit" und die "Neue Zürcher Zeitung". Seit 1998 leitet er das Literaturbüro NRW e. V. in Düsseldorf.



Bernt Hahn
© Katja Illner 2006

Bernt Hahn ist Schauspieler und war nach Ausbildung an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover über dreißig Jahre ohne Unterbrechung an diversen Theatern tätig. Heute lebt er als Freiberufler, hat Engagements bei allen deutschen Rundfunkanstalten, führt eigene literarische Programme im In- und Ausland auf und ist außerdem gefragter Hörbuchsprecher.






Donnerstag, 29.03.2012 um 20 Uhr

"Denk falsch, wenn du magst, aber denk um Gottes Willen für dich selber." - Doris Lessing


Nobelpreisträgerin für Literatur 2007

Doris Lessing

Doris Lessing verbrachte ihre Kindheit als Kind eines britischen Kolonialoffiziers in Persien und vor allem in der britischen Kolonie Südrhodesien (Zimbabwe). In London, wo sie seit 1994 lebt, publizierte sie ihre ersten beiden Romane "Afrikanische Tragödie" und "Martha Quest" sowie Kurzgeschichten. Mit dem Erscheinen des berühmten "Goldenen Notizbuchs", das die Frauenbewegung beeinflusste, errang sie Weltruhm, der in der Verleihung des Literaturnobelpreises gipfelte. Die wiederkehrenden Themen ihres umfangreichen Werks sind die Rassentrennung in den britischen Kolonien, das englische Klassensystem, linksgerichtete Politik, die Stellung der Frau in der Gesellschaft, das Verhältnis zwischen den Geschlechtern und der Mutter-Tochter-Konflikt.

Dr. Britta Zangen stellt die Autorin vor, Eva-Maria Coenen liest Auszüge aus dem umfangreichen Werk von Doris Lessing.

Britta Zangen

Dr. Britta Zangen war im Laufe ihres Lebens u. a. Modezeichnerin, Bibliothekarin, Kleinkünstlerin und ist heute als Lehrbeauftragte für englische Literatur an der Universität Düsseldorf und als Autorin verschiedener Veröffentlichungen in anglistischer Frauenforschung und von populären Sachbüchern tätig.

Eva-Maria Coenen

Eva-Maria Coenen war nach dem Schauspielstudium an der Folkwang-Universität an verschiedenen Theaterbühnen engagiert und sammelte Erfahrungen in zahlreichen Film- und Fernsehauftritten. Seit 13 Jahren leitet sie einen Sprechkurs an der Essener Universität und legt den Fokus ihrer künstlerischen Arbeit auf musikalische Lesungen.





Mittwoch, 04.07.2012 um 20 Uhr

"Schreiben ist gut, Denken ist besser." - Hermann Hesse


Nobelpreisträger für Literatur 1946

Hermann Hesse

Hermann Hesse liebte die Musik, wurde von ihr inspiriert, seine Gedichte wiederum inspirierten Musiker. "Das ist ja das Geheimnis der Musik, dass sie nur unsere Seele fordert, die aber ganz, sie fordert nicht Intelligenz und Bildung, sie stellt über alle Wissenschaften und Sprachen hinweg in vieldeutigen, aber im letzten Sinne immer selbstverständlichen Gestaltungen stets nur die Seele des Menschen dar." In dem literarisch-musikalischen Porträt "Hesse unerhört" nutzen Daniela Bosenius (Gesang), Julia Diedrich (Piano) und Ulrich Lussem (Rezitationen) den Schwung dieser "Liebesbeziehungen" und stellen zusammen, was die Musik in Hermann Hesse aus- und loslöste und wie sie ihn und seine Werke nachhaltig beeinflusste.

Unerhörte (!) An- und Einsichten, (noch) immer aktuell und inspirierend ...

Die Mitwirkenden von "Hesse unerhört"

Daniela Bosenius, in Köln und Ennetbaden (CH) aufgewachsen, stammt aus einer Musikerfamilie und studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Saarbrücken. Nach verschiedenen Engagements an Theatern (Oper, Operette, Musical) in Deutschland, Luxemburg und der Schweiz arbeitet sie seit 2005 als freischaffende Musikerin und wird v. a. mit eigenen Programmen engagiert: www.bosenius.info

Die Mitwirkenden von "Hesse unerhört"

Ulrich Lussem steht seit über dreißig Jahren als Schauspieler, Sänger, Rezitator und Regisseur auf verschiedenen Theaterbühnen. Besonders eng ist er mit dem Frechener Harlekin-Theater verbunden, bei dem er festes Ensemblemitglied ist.

Julia Diedrich, geboren und aufgewachsen in Saratov/Russland, studierte am Staatlichen Musik-Kolleg in Wolgograd und am Staatlichen Konservatorium Saratov. Seit 2006 arbeitet sie als selbstständige Musik- und Klavierpädagogin.




Mittwoch, 07.11.2012 um 20 Uhr

"Der organisierte Wahnsinn ist die größte Macht der Welt." - Gerhart Hauptmann - ein politischer Dichter?


Nobelpreisträger für Literatur 1912

Gerhart Hauptmann

Spätestens seit dem von mehreren Gerichtsprozessen begleiteten Eklat um sein Stück "Die Weber" zählte der damals erst 31-jährige Gerhart Hauptmann zu den bekanntesten Autoren in Deutschland. Seither galt er als "politischer Dichter", ohne dass er sich diesbezüglich selbst klar positioniert hatte. Als 1933 das NS-Regime installiert wurde blieb Hauptmann in Deutschland. Aber wo stand der Mann, dem in den 1890er Jahren nachgesagt wurde, er habe "sozialdemokratische Propaganda" ins Theater gebracht, und dessen Werkausgabe 1942 von NS-Propaganda-Minister Joseph Goebbels persönlich veranlasst wurde?

Orientiert an der Biographie und wichtigen Werken Gerhart Hauptmanns geht der Vortrag von PD Dr. Winfrid Halder in erster Linie dieser Frage nach. Dr. Hajo Buch rezitiert aus den Werken von Gerhart Hauptmann.

PD Dr. Winfried Halder

PD Dr. Winfrid Halder studierte Geschichte und Politikwissenschaft in München und Freiburg i. Br., wo er 1992 promovierte. Von 1993 bis 2003 war er Wissenschaftlicher Assistent/Oberassistent an der TU Dresden. Er habilitierte 1999 und lehrt heute an der Heinrich-Heine-Universität als Privatdozent. Seit 2006 ist er Direktor des Gerhart-Hauptmann-Hauses Düsseldorf.

Dr. Hans-Joachim Buch

Dr. Hans-Joachim Buch ist Germanist, Musikwissenschaftler und Theologe. Dem Gründungsdirektor a.D. des ersten deutschen Heinrich-Heine-Gymnasiums und leidenschaftlichen Rezitator, bekannt aus Hörbüchern und Vorträgen, gelingt es in unnachahmlicher Weise Sprache ergreifenden Klang zu geben.


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24. Mai 2012 | 03:06 Uhr

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