Gartenamt Düsseldorf - Sommerlinde
Bäume und Alleen – Sommerlinde

Bereits vor den letzten Eiszeiten war die Linde in unserem Raum heimisch. Ihre stärkste Verbreitung fand sie in der Eichenmischwald-Zeit um circa 5.000 bis 2.500 vor Christus. Damals trat die Linde in Gesellschaft mit Eiche, Esche und Ulme auf. Bedingt durch einen Wechsel zu einem feuchteren und kühleren Klima verdrängte die Buche dann nach und nach die bislang vorherrschenden anderen Laubbaumarten.
Freistehend enwickeln Linden eine mächtige Baumkrone mit Durchmessern bis zu 20 m. Linden spielten sowohl bei den Germanen als auch im Mittelalter eine große Rolle als Versammlungs-, aber auch als Gerichtsort.
"Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum: ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum..." – auch im deutschen Volksliedgut hat die Sommerlinde ihren Platz gefunden. Es fanden jedoch in den Dörfern häufig auch Tanzfeste unter ihr statt. Kenner schätzen zudem den angenehm milden Geschmack von jungen und noch weichen Lindenblättern in einem Salat. Die Sommerlinde ist in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet.

Blattform
circa 10-15 cm lang, herzförmig, gesägt; die Blätter sind dunkelgrün und im Gegensatz zur Winterlinde deutlich behaart.

Rinde
dick gerippt mit Längsrissen

Blüten
Meist jeweils zwei bis fünf rund 12 mm große hängende, lang gestielte Blüten

Früchte
Beinahe einen Zentimter lange, fünfkantige Nussfrüchte mit deutlichen Längsrippen

Bäume und Alleen
Esskastanie
Rosskastanie
Sommerlinde
Winterlinde
Libanonzeder
Ginkgo
Maulbeere
Sumpfzypresse
Rotbuche
Stieleiche
Robinie
Feld-Ulme
Eibe
Esche
Weißdorn
Steckbrief
Weiterer Name:
Großblättrige Linde
Gattung:
Tilia
Art:
Tilia platyphyllos
Blütezeit:
Juni
Fruchtzeit:
September bis Oktober
Höhe:
Bis 40 Meter
Alter:
Circa 800–1.000 Jahre
Naturdenkmäler
Kaiserswerth An St. Swidbert
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Urdenbach Bürgel

