Landschaft | Naturschutz - Landschaftspflegestation Hexhof
Die Landschaftspflegestation Hexhof
Im Stadtwald und in den Düsseldorfer Natur- und Landschaftsschutzgebieten gibt es eine Vielzahl wertvoller Biotope. Rein konservierender Schutz reicht hier allein jedoch nicht aus, häufig müssen die Flächen im Sinne einer natürlichen Entwicklung besonders gepflegt werden. Die Landschaftspflegestation Hexhof betreut diese über 200 verschiedenen Biotope in den Außenbereichen der Stadt.
Dabei arbeitet die Landschaftspflegestation Hexhof in enger Abstimmung mit der Biologischen Station Urdenbacher Kämpe und der Unteren Landschaftsbehörde. Sie setzt den Naturschutz in die Praxis um. Neben der Biotop- Pflege ist ein weiterer Schwerpunkt die Betreuung der elf Naturschutzgebiete in der Stadt.
Seit 1987 waren kontinuierlich Zivildienstleistende auf dem Hexhof beschäftigt. Nach Wegfall der Wehrpflicht sollen die Zivildienstleistenden ab Sommer 2011 durch einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) ersetzt werden. Auf dem Hexhof ergibt sich dadurch die Möglichkeit, im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes im praktischen Naturschutz mitzuarbeiten. Für Freiwillige besteht ein vielfältiges Angebot, sich für den praktischen Umweltschutz zu engagieren.

Die Esskastanienallee an der Rennbahn in Grafenberg
Feuchtbiotope wie Teiche, Bachläufe und Tümpel werden in regelmäßigen Abständen gepflegt. Dabei werden Müll und Unrat entfernt, die Ufervegetation teilweise zurückgeschnitten und Teilbereiche entschlammt. Feuchtwiesen und Schilfflächen sind wichtige Lebensräume für Molche, Kröten, Libellen und seltene Sumpfpflanzen. Die Flächen werden nach bestehenden Biotop- Managementplänen behandelt Feldgehölze und Feldhecken werden regelmäßig ausgelichtet und in kleineren Teilabschnitten auf den Stock gesetzt, damit junge Schößlinge nachwachsen. Über 600 Kopfweiden werden besonders in der Urdenbacher Kämpe, dem Himmelgeister Rheinbogen sowie in Kaiserswerth/Wittlaer betreut. Sie müssen etwa alle fünf Jahre fachgerecht geschnitten werden, damit sie nicht auseinanderbrechen.
Auf Streuobstwiesen müssen die alten Obstbäume ebenfalls beschnitten werden. Sie sind ein wichtiges Refugium für Tiere und Pflanzen in der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft.
Die Landschaftspflegestation kümmert sich auch um ausgewiesene Naturdenkmale. Das bekannteste ist die Esskastanienallee an der Rennbahn Grafenberg. Die 160 urigen Einzelbäume müssen gepflegt und von trockenen Ästen befreit werden, um sie zu erhalten und die Verkehrssicherheit entlang der Allee zu gewährleisteten.
Seit 1989 wurden im Stadtwald wieder Waldameisen angesiedelt, die vom Hexhof betreut werden. Die Anlage von Totholzhaufen und Sonderbiotopen gehört ebenfalls zum Artenschutzprogramm.
Neben der Kontrolle und Säuberung von Nistkästen für Vögel und Fledermäuse gibt es in jedem Frühjahr mit Beginn der Krötenwanderung Aktionen zum Amphibienschutz.

Workcamp-Teilnehmerinnen bei der Arbeit im Hasseler Forst
Die Landschaftspflegestation ist Projektpartner des Service Civil International (SCI). Seit 1997 wird jährlich ein Internationales Workcamp in Zusammenarbeit mit dem SCI ausgerichtet. So wurden von den Freiwilligen in den letzten Jahren mehrere Teiche und Feuchtbiotope angelegt, auch an der Renaturierung des Pillebachs waren sie beteiligt.
Leider gehört auch das Einsammeln von Müll zur Arbeit der Landschaftspflege. Mitarbeiter des Hexhofes sind ganzjährig mit der Reinigung des gesamten Stadtwaldes beschäftigt. Bis zu 100 Tonnen Müll – von der Bierflasche bis zum Kühlschrank – werden pro Jahr eingesammelt und entsorgt.
Weitere Informationen
| Kontakt | |
| Anschrift | Landschaftspflegestation Hexhof Rotthäuser Weg 53 |
| Telefon Revierleiter Hexhof | 0211.2103076 |
| Telefax | 0211.2103075 |
| Sprechzeiten des Revierleiters | Mi 14.00–16.00 Uhr |
| Telefon Forstverwaltung | 0211.89-26801 |
| wald@duesseldorf.de | |


