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Parkanlagen - Hofgarten
Rundgang durch den Hofgarten
Der Düsseldorfer Hofgarten gehört zu den beliebtesten Parkanlagen der Landeshauptstadt. Sie finden hier einen Vorschlag für einen Rundgang durch den Park über 24 Stationen mit kurzen Erläuterungen und dazu einen Orientierungsplan.
- Schloss Jägerhof
Der Rundgang beginnt am Schloss Jägerhof, nach dem der Hofgarten seinen Namen erhalten hat. Das Schloss beherbergt heute das Goethe-Museum. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und durch den Architekten Helmut Hentrich 1950 wiederaufgebaut. - Jägerhofallee
den Anfang der Jägerhofallee markieren zwei Muschelkalk-Stelen, sie erinnern an die Portale des alten Eingangs, den es bis 1945 an dieser Stelle gab. Die ursprünglich gepflanzten Linden in der doppelreihigen Allee, wurden mehrfach ergänzt. Durch Kriegsschäden und vermutlich auch wegen Fällungen für Brennholz in den kalten Nachkriegswintern war die Allee sehr lückenhaft geworden. Nachgüsse der von Nicolas de Pigage geschaffenen spätbarocken Steinbänke wurden 2002 in der Allee aufgestellt. Auf der benachbarten Wiese stehen als Erinnerung an die 1. Quadrienale vier "Meninas" des spanischen Künstlers Manolo Valdés. - Maximilian-Weyhe-Denkmal
Bereits 1850, vier Jahre nach seinem Tod, wurde dem Schöpfer des Hofgartens, Maximilian Friedrich Weyhe, ein Denkmal errichtet. Die von Carl Hoffmann geschaffenen Sandsteinskulptur stand lange Zeit in der Nähe des Opernhauses und wurde erst 1867 auf dem ovalen, von Linden umstellten Platz, aufgestellt. Auf der gegenüberliegenden Seite der Rasenfläche befindet sich der in den 1960er Jahren erbaute Musikpavillion. Von Mai bis September finden hier sonntags um 11 Uhr die beliebten Hofgartenkonzerte statt. - Stephanien-Büste
Die Büste erinnert an die mit Düsseldorf verbundene Hohenzollern-Prinzessin Stephanie. Als Fünfzehnjährige war sie mit ihrem Vater Karl Anton von Hohenzollern nach Düsseldorf gekommen. Wegen ihrer Mildtätigkeit hatte sie sich schon bald den Namen "Engel der Armen" erworben. Ursprünglich im Botanischen Garten hinter dem heutigen Opernhaus aufgestellt, wurde das von Julius Bayerle geschaffenen Denkmal 1958 an der Jägerhofallee platziert. - Lichtbänke
Die 2002 im Rahmen des Kunstweges "hell-gruen", einem Projekt der Euroga 2002+, aufgestellten Lichtbänke "UV-A UV-B" des Düsseldorfers Stefan Sous haben bei den Besuchern schnell Liebhaber gefunden. Ursprünglich als temporäre Kunstwerke gedacht, bleiben die 16 Bänke nun auf Dauer erhalten und tauchen die Allee nachts in bläulich-weißes Licht. - 6. Seufzer-Allee
Die nördliche Düssel wird von einer Lindenallee begleitet, die heute im Volksmund "Seufzer-Allee" heißt - Anlass zu vielfältigen Interpretationen. - Goltsteinparterre
Der Stadtgärtner H.Friedrich A. Hillebrecht gestaltete das Goltsteinparterre mit seiner langgestreckten Rasenfläche, den Teppichbeeten und landschaftlichen Pflanzungen im Randbereich. Die weiße Marmorbank mit Katze des Künstlers Peter Behrens wurde 1905 am Goltsteinparterre aufgestellt. Sie ist stammt aus der großen Gartenbauausstellung am Rhein von 1904.
Unter dem Gartendirektor Baron von Engelhardt erhielt die Anlage strengere und einfachere Züge. Zwei Denkmäler sind an den Enden der Anlage aufgestellt: die Bronzeskulptur des Dichters Karl Leberecht Immermann von Prof. Clemens Buscher. Eine Skulptur von Peter Rübsam aus weißem Carrara-Marmor zeigt Gustaf Gründgens in seiner Rolle als Mephisto. - Gröner Jong
Die Fontäne im Bassin mit dem auf einem Felsen sitzende Triton wird von den Düsseldorfern als "Gröner Jong" bezeichnet. Der weicht erschreckt vor dem mächtigen Wasserstrahl zurück, den ein aus der Tiefe auftauchendes Nilpferd ausstößt. - Hofgärtnerhaus
Das Hofgärtnerhaus beherbergt heute das Theatermuseum. Südwestlich des Gebäudes befindet sich die Louise-Dumont-Gedenkstätte, zur Erinnerung an Düsseldorfs große Schauspielerin und Theaterleiterin. - Jägerhofpassage
Durch die Jägerhofpassage gelangt man in den zweiten Teil des Hofgartens, der besonders durch die Wasserfläche der Landskrone geprägt wird. - Uferweg
Der beliebte Uferweg stammt aus dem Jahr 1961. Unterschiedliche Blütengehölze sorgen für einen Sichtschutz zur Straße hin und bieten im Frühjahr ein farbiges Blütenmeer. - Kriegerdenkmal
Das Denkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 schuf der Berliner Bildhauer Karl Hilgers aus weißem Laasa-Marmor. - Bronzeskulptur von Henry Moore
Die "Liegende Figur in zwei Teilen" ("Reclining Figure in two Parts") des Künstlers Henry Moore wurde am 10. Juli 1983 auf der Rasenfläche im Hofgarten enthüllt. - Goldene Brücke
Die Goldene Brücke liegt in der Sichtachse des Schlosses Jägerhof und der Jägerhofallee. In der Nähe der Brücke befindet sich das hölzerne Schwanenhaus. Hier werden die Wasservögel, die im Park heimisch sind, versorgt. - Märchenbrunnen
Wegen der häufigen mutwilligen Beschädigungen an der Kindergruppe aus weißem Marmor befindet sich seit 1985 nur noch ein Bronzeabguss des beliebten Kunstwerkes von Max Blondat im Park. - Ananasberg
Eine der drei Anhöhen des Parks, entstanden durch den Aushub der Landskrone. - Weyhe-Passage
Durch die Weyhe-Passage gelangt man in den dritten Teil des Hofgartens, den Weyhe im Zuge der Bauarbeiten für den damaligen Sicherheitshafen gestaltetet. - Vivarium
In einem Glashaus befindet sich ein alter verrottender Baum, auf dem der Künstler Marc Dion einen Mikrokosmos lebender Organismen angesiedelt hat. Das Kunstwerk entstand 2002 im Rahmen der Kunstweges "hell-gruen". - Reitallee
Die Allee bildet die Verknüpfung zwischen dem ältesten Teil des Hofgartens und seiner jüngsten Erweiterung und wurde früher wohl auch tatsächlich als Reitweg genutzt. - Kinderspielplatz
Der 1847 eröffnete erste Turnplatz im Rheinland ist heute ein beliebter und attraktiver Spielplatz. - Napoleonsberg
Mit den Erdmassen des Sicherheitshafens ließ Weyhe die dritte Erhebung im Hofgarten aufschütten. Die Namensgebung ist Dank an Napoleon, der den Bürgern der Stadt mit dem Verschönerungsdekret von 1811 die ehemaligen Festungsanlagen für öffentliche Grünflächen überließ. - Linden-Rondell
Ein für Weyhe typisches Gestaltungsmerkmal: Rondelle meist aus Linden zu sechs oder mehr Bäumen als Kreis oder im Oval gepflanzt. - Schützenwiese
Von Weyhe im Plan von 1819 als große, baumfreie Wiese mit Blick auf den Rhein dargestellte Fläche. Im 19. Jahrhundert für Schützenfeste genutzt, häufig auch Schauplatz bedeutender Ausstellungen. - Ehrenhof
Durch den Architekten Wilhelm Kreis errichtete Museumsbauten für die Ausstellung "Gesolei" von 1926. Heute findet man hier das NRW-Forum, die Stiftung museum kunst palast und die Tonhalle.
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Rundgang durch den Hofgarten
Orientierungsplan
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Weiterführende Literatur
In seiner Reihe "Rheinische Kunststätten" hat der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz eine ausführliche Beschreibung des Hofgartens herausgegeben.
Das Heft Nr. 495
"Der Hofgarten in Düsseldorf" ist im Goethe-Museum, im Theatermuseum, in den Tourist-Informationen und im Buchhandel erhältlich.

