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Parkanlagen - Schlosspark Eller
Geschichte der Wasserburg Eller
Das heutige Schloss Eller geht auf eine der zahlreichen Wasserburgen zurück, die als Wohnsitze adliger Geschlechter im Niederrheingebiet während des Mittelalters entstanden. Obwohl das Haus urkundlich erst 1309 als "castrum Einere" (Burg Eller) genannt worden ist, dürfte es weit älter sein, denn über 150 Jahre vorher war schon ein Rittergeschlecht des gleichen Namens in Urkunden genannt worden. Die Herren von Eller beaufsichtigten als Markgrafen die ausgedehnte Bilker Waldmark und dürften die größten Grundbesitzer im heutigen Düsseldorfer Stadtgebiet gewesen sein. Die politische und militärische Macht der Ellerer war sogar so groß, dass sie bis in das 15. Jahrhundert hinein sich den Grafen und späteren Herzögen bei ihrem Streben nach Errichtung der vollen Landesherrschaft mit Erfolg widersetzen konnten.
Erst als Herzog Adolf das Haus Eller mit Waffengewalt eroberte, war Heinrich von Eller 1424 bereit, seine Burg als "Offenhaus" dem Landesherrn jederzeit zur militärischen Verfügung zu stellen. Mit diesem Vertrag wurde die Öffnung der Burg besiegelt.
Der Wohlstand des Geschlechts schwand infolge häufiger Erbteilungen im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts dahin. Immer mehr Teile des ursprünglich reichen Besitzes mussten veräußert werden, um den überkommenen Lebensstil noch pflegen zu können, da die Erträge des verkleinerten Besitzes nicht mehr ausreichten. Im Zuge dieser Entwicklung verkaufte Heinrich von Eller 1448 dann das Haus Eller mit allem Zubehör an den Ritter Adolf Quade. Der neue Besitzer, der im Dienst des Herzogs hohe Ämter bekleidete, baute in der Mitte des 15. Jahrhunderts das Haus Eller zu einer stattlichen massiven Burg aus, als deren Überrest der Turm, der den Kern des heutigen Schlosses bildet, noch erhalten ist. Nach dem Tode von Quade um 1469 kam die Burg im Erbgang nacheinander in die Hände bedeutender Adelsfamilien. Als die Burg von 1599 bis 1621 keinen Besitzer hatte, verwahrloste das einst so ansehnliche Besitztum weitgehend. Kontributionen und Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg führten zu weiteren Schädigungen.
Über die Größe und das Aussehen der Burganlage des 15. Jahrhunderts ist nur wenig bekannt. Die Burg lag auf einer fast quadratischen Insel, die von einem breiten, teichartigen Wassergraben umgeben war. Auf drei Seiten der Insel standen Gebäude, in der Mitte des Hofes der fast quadratische, wuchtige Turm. Von der Insel, auf der die Burg lag, führte eine Zugbrücke auf eine nach Osten und Westen weit ausladende Vorinsel, auf deren westlichem Teil der Wirtschaftshof lag, während auf dem östlichen eine Kirche und der Garten der Burg gelegen haben.
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