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Königsallee und Radschläger
- Porträt der Königsallee
- Das Wasser prägt den Boulevard
- Die Kö rückt in den Mittelpunkt
- Aufstieg zum internationalen Boulevard
- Historie der Kö
- Der Düsseldorfer Radschläger
- Porträt der Königsallee
Porträt der Königsallee (3)
Aufstieg zum internationalen Boulevard
Das Wirtschaftswunder in den fünfziger und frühen sechziger Jahren bescherte der Kö den Aufstieg zum internationalen Boulevard. Eine neu gebaute Parallelstraße, die Berliner Allee, befreite die Kö vom Durchgangsverkehr. Von 1965 bis 1967 entstand auf der Ostseite als richtungsweisendes Architekturkonzept das "Kö-Center". Es vereinte knapp 70 Einzelhandelsgeschäfte mit Büros und Verwaltungsräumen. Dieser Passage folgten weitere. Die schmalen, tiefen Grundstücke waren hierfür ideal. Herausragende Beispiele auf der Westseite sind die Trinkaus-Galerie (1974) und das WZ-Center (1980), auf der Ostseite das Kö-Center (1967), die Kö-Galerie (1986) und die Schadow-Arkaden (1994). Der Wandel geht weiter: unweit der Kö entstand das Stilwerk (2000). Der traditionsreiche Breidenbacher Hof, der auf den Umbau wartet, firmiert künftig als Ritz-Carlton Düsseldorf. Weitere Bauvorhaben sind im Gespräch.
Die an Eindrücken so reiche Königsallee hat in den letzten Jahren eine weitere Facette ihrem bereits vielfältigen Charakter hinzugefügt. Mehr und mehr wird sie auch zum Festplatz. Bücherbummel, KöLauf, Karneval und Radschlägerturnier haben sich hier etabliert. Als Höhepunkt des Fest-Geschehens auf Düsseldorfs Flanier-Boulevard gilt unzweifelhaft das bisher viermal stattgefundene Kö-Festival. Allein bei der letzten Veranstaltung 1996 feierten rund eine Million Menschen mit.
Für Schlagzeilen ganz anderer Art sorgte die Kö am 24. Oktober 1994. Seit diesem Tag ist der Boulevard als Gesamtanlage in die Denkmalliste eingetragen. Dies erstreckt sich auch auf den Stadtgraben der Königsallee (1803, von C.A. Huschberger, C.W.G. Bauer und M.F. Weyhe) zusammen mit den Promenaden (von Weyhe), dem Corneliusplatz (1882, von F. Hillebrecht), dem Schalenbrunnen (1882, von L. Müsch) sowie der Tritonen-Gruppe (1898-1902, von F. Coubillier) im Norden, der Girardet-Brücke, der Brücke Benrather Straße/Steinstraße, der Bastionsbrücke, dem Graf-Adolf-Platz (1927/28, von H. Küchler und W. v. Engelhardt) sowie dem Bergischen Löwen (von P. Harth) im Süden. Zur Begründung heißt es: "Die Unterschutzstellung ist aus kunsthistorischen, städtebaulichen und stadtgeschichtlichen Gründen von öffentlichem Interesse, weil sie das Kernstück der von Weyhe um die alte Stadt geschaffenen Anlagen darstellt, welche Düsseldorf den Ruf einer Gartenstadt eintrugen. Die ungewöhnlich reiche Ausstattung mit Skulpturen, dekorativen Brücken und Lampen sowie die architektonischen Fassungen der Kopfbereiche weisen auf den zentralen städtebaulichen und kulturellen Stellenwert dieses Stadtraumes hin."




