Verdienstkreuz für Inge Müller

Verdienstkreuz für Inge Müller

Oberbürgermeister Dirk Elbers überreichte im Rahmen eines kleinen Empfanges im Rathaus am Dienstag, 26. Mai, Inge Müller das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Inge Müller gab Anfang der 1990er Jahre den Anstoß zur Bildung einer Frauengruppe in der Aids-Hilfe Düsseldorf e.V., deren Leitung sie sogleich übernahm. Sie organisierte und moderierte die Treffen HIV-infizierter Frauen, die zunächst wöchentlich, dann alle zwei Wochen, stattfanden. Dem Erfolg ihres Engagements ist zu verdanken, dass die Interessen infizierter Frauen in der Aids-Hilfe Düsseldorf e.V. zu einem der Arbeitsschwerpunkte wurden.
Seit 1997 arbeiten die Düsseldorfer stationären Hospize und ambulanten Hospizvereine auf Arbeitsgemeinschaftsbasis zusammen. Daraus entstand im Jahr 2000 das Hospizforum Düsseldorf, dessen Mitglied Inge Müller seit Beginn an ist. Inge Müller ist seit Gründung des Forums zu eine der drei Sprecher gewählt und koordiniert und repräsentiert die Arbeit des Forums bis heute.
1991 entwickelte sie mit anderen in Gerresheim ein Konzept der Hospiz-Betreuung, das 1994 in die Gründung der Ökonomischen Hospizgruppe Gerresheim e.V. mündete. Seither ist sie Vereinsvorsitzende, in dieser Funktion koordiniert sie bis heute die Arbeit der Hospizgruppe. Zu Beginn dieses Jahrzehnts wurde allgemein über die Einführung einer Bestattungspflicht für Fehl- und Totgeburten nachgedacht, die die Landesregierung NRW dann auch einführte. Inge Müller griff aufgrund ihres Engagements in der Hospizarbeit den Gedanken ebenfalls auf. Ihr ging es darum, Eltern dieser Kinder in Düsseldorf eine Möglichkeit zu geben, ihre Trauer auszudrücken. 2007 betraute der Kirchenkreis Düsseldorf Inge Müller mit der Mitarbeit im Ausschuss Gemeinde- und Trauerseelsorge, Seelsorgefortbildung.