
Oberbürgermeister Dirk Elbers hat am Freitag, 14. Januar, Regina Schäfer das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Regina Schäfer hat durch ihr jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben. Sie ist verheiratet und Mutter einer Tochter. Beruflich war sie bis zur Geburt ihrer Tochter als Verkäuferin in einer Bäckerei tätig.
Die Tochter der Eheleute Schäfer kam 1967 mit einer hochgradigen und unheilbaren Herzfehlbildung auf die Welt. Neben dieser Grunderkrankung leidet die Tochter zusätzlich an einer schweren Augenerkrankung und einer ausgeprägten Schwerhörigkeit. Die damaligen medizinischen Prognosen sagten dem Kind nur eine sehr kurze Lebenserwartung voraus. Regina Schäfer kümmerte sich von Beginn an liebevoll um ihre Tochter, die erhebliche körperliche und auch geistig-intellektuelle Entwicklungsstörungen aufwies. Dabei führte sie seit der Geburt nahezu allein die "Rund-um-die-Uhr-Pflege" ihrer Tochter durch. Ungeachtet ihres eigenen hohen Alters von fast 80 Jahren betreut und pflegt Regina Schäfer ihre zu 100 Prozent schwerbehinderte Tochter bis heute immer noch im eigenen Haushalt. Zwischen Mutter und Tochter, die inzwischen über 40 Jahre alt ist, besteht ein tiefes und humorvolles Verhältnis.
Bei den langen und wiederholten Krankenhausaufenthalten der Tochter kümmerte sich Regina Schäfer auch um andere Kinder, deren Eltern in der Woche nicht ständig im Krankenhaus bleiben konnten. Die Eltern dieser Kinder dankten ihr dafür von Herzen und mit großem Respekt.
Für den Düsseldorfer Norden wurde Regina Schäfer im Laufe der Zeit zu einer Art "Institution". Seit vielen Jahren hat sie alle wichtigen Vorgänge wie Jubiläen, Schützenfeste, Begräbnisse und die Einführung von neuen Pfarrern fotografiert, dokumentiert und archiviert. Für zwei Düsseldorfer Pfarreien legte sie über Jahrzehnte Bilddokumentationen an, die das gesellschaftliche Leben und Wirken in Kirche und Vereinen festhält.
Für ihr ehrenamtliches, bürgerschaftliches Engagement wurde Frau Schäfer im Jahr 2001 als Erste mit der Ehrenauszeichnung der Bezirksvertretung 5 der Stadt Düsseldorf geehrt, die insgesamt nur an sieben lebende Menschen vergeben werden darf.