Betriebshof Benrath
Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Düsseldorf baut die Rheinbahn die Wendeschleife, die Haltestellen und die Zufahrten am Betriebshof Benrath um. Dadurch ist ab Mitte 2009 eine Verlängerung der Linie U74 über die heutige Endhaltestelle "Holthausen" hinaus möglich - den Benrather Fahrgästen bietet sich damit eine direkte Stadtbahn-Anbindung nach Oberbilk und an den Hauptbahnhof. An den neuen Haltestellen wird dann der Einstieg in die Stadtbahnen bequemer, für die Niederflur-Straßenbahnen der Linie 701 und in Zukunft auch für die niederflurigen Fahrzeuge der Wehrhahn-Linie barrierefrei und behindertengerecht. Gleichzeitig wird auch die Brücke über die Itter neu gebaut, die als Zufahrt für die Wendeschleife dient. Dazu sind Gleis- und Straßenbauarbeiten auf der Hildener Straße nötig.

Der Betriebshof Benrath an der Hildener Straße.
Haltestellen und Wendeschleife
Heute wenden in der Schleife am Benrather Bus-Betriebshof nur Straßenbahnen - um die Stadtbahn-Linie U74 und in Zukunft auch die Wehrhahn-Linie bis hierhin zu verlängern, ist es notwendig, Wendeschleife und Haltestellen an die heutigen Stadtbahnen und die zukünftigen Fahrzeuge der Wehrhahn-Linie anzupassen. Denn mit Start der Wehrhahn-Linie werden auch diese Niederflurzüge direkt bis zur Endhaltestelle Benrath durchfahren. Der Radius der Wendeschleife muss vergrößert, Überholmöglichkeiten und Abstellplätze müssen geschaffen werden.

Die Bauarbeiten laufen an.
Direkt an der Hildener Straße, kurz vor der Einfahrt in den Betriebshof, entsteht eine neue Ausstiegs-Endhaltestelle für die Bahnen. Das Gleis wird im Haltestellenbereich so weit nach außen an den Fahrbahnrand gerückt, dass die Fahrgäste am erhöhten Bordstein niveaugleich ein- und aussteigen können. Gleichzeitig dient der Bahnsteig als Ein , Aus und Umstiegs-Haltestelle für die stadtauswärts führenden Buslinien. Der Abstand zu dem Gleis in Gegenrichtung ist so groß, dass im Zwischenraum ein Linksabbiegestreifen in Richtung der alten Hildener Straße / Telleringstraße angeordnet werden kann.
Die Haltestellen erhalten eine behindertengerechte Ausstattung für alle Niederflurbahnen - die Fahrzeuge der Linie 701 und der zukünftigen Wehrhahn-Linie U73. Aber auch für Stadtbahnwagen mit Stufen ergibt sich dadurch eine bequemere Einstiegssituation: eine Trittstufe entfällt. Die Buslinie 784 hält künftig an der Ausstieghaltestelle, so dass es einen barrierefreien Übergang zwischen Niederflur-Straßenbahn und -Bus gibt.
Brücken und Zufahrten
Im Rahmen dieser Stadtbahn-Maßnahme errichtet die Rheinbahn mit Unterstützung des Amtes für Verkehrsmanagement zwei neue Brückenbauwerke über den Itterbach. Die Hauptzufahrt zur Wendeschleife und zum Betriebshof führt künftig über eine neue Brücke. Die etwa an gleicher Stelle vorhandene alte Brücke muss wegen der erhöhten Achslasten der Stadtbahnen sowie der veränderten Gleisradien abgerissen werden.
Zeitplan
Während der Bauzeit der neuen Gleisbrücke - voraussichtlich von Ende März bis Ende Juni 2009 - kann die Straßenbahnlinie 701 die Wendeschleife nicht anfahren. Zwischen den Haltestellen "Holthausen" und "Benrath, Betriebshof" sind dann Ersatzbusse im Einsatz.

Wie es nach dem Umbau aussehen soll, präsentieren (v.l.) Karl-Heinz Wamhof, Leiter der Technischen Koordination Stadtbahn (Rheinbahn), Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement, Ulrich Groth, Projektleiter vom Amt für Verkehrsmanagent und Christoph Lademann, Leiter Betriebsplanung Rheinbahn.
Damit die in Benrath stationierten Busse den Betriebshof erreichen, wird weiter östlich, in Höhe der Einsiedelstraße, vorab eine Hilfsbrücke errichtet. Das Setzen der Spundwände hat schon begonnen. Anfang Februar soll diese Brücke fertig sein, die das Betriebshofgelände während der Bauzeit der Hauptbrücke erschließt. Nach Inbetriebnahme der neu errichteten Hauptbrücke wird diese Hilfsbrücke nicht abgerissen, sondern dient Fußgängern als östlicher Zugang zu den Haltestellen und Pkws als Zufahrt zum Parkplatz. Der vorhandene schmale Fußgängersteg zur heutigen Haltestelle wird abgebrochen. An diese neue Situation wird auch die Hildener Straße angepasst: Der signalgeregelte Überweg westlich der Einmündung der Einsiedelstraße wird auf die Ostseite verlegt.
Geh- und Radwege
Im gesamten Bereich wird die Führung der Geh- und Radwege an die veränderten Gegebenheiten angepasst. Der Radweg auf der Südseite der Hildener Straße wird verlängert und kreuzt die Einfahrt zum Betriebshof mittels einer ampelgeregelten Radwegefurt. Im Anschluss daran führt ein Radfahrschutzstreifen bis zur östlichen Ausbaugrenze hinter der kleinen Brücke.
Der Radweg auf der Nordseite der Hildener Straße ist heute zwischen der Einsiedelstraße und der alten Hildener Straße unterbrochen. Zukünftig steht den Radfahren hier ebenfalls ein markierter Schutzstreifen und ein Radweg zur Verfügung.
Finanzierung
Die Stadtbahn-Baumaßnahme wird von der Rheinbahn mit Eigenmitteln und Zuwendungen durch Land und Bund finanziert und durchgeführt. Die ersten Bauaufträge wurden in Höhe von 4,4 Millionen Euro (brutto) erteilt. Davon entfallen etwa 1,5 Millionen Euro auf Brücken und Straßenbau und 2,9 Millionen Euro auf Gleisbau, betriebstechnische Ausrüstung und Ausbau des Parkplatzes. Das Gesamtvolumen beträgt voraussichtlich ca. 6,9 Millionen Euro.

