Förderprojekt Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Als Teil des Programms "Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung" werden auch Sanierungsmaßnahmen bei der Straßenbeleuchtung unterstützt, wenn hierdurch kurzfristig eine nachhaltige Reduzierung von Treibhausgasemissionen erreicht wird.
Gefördert wird u.a. der Einsatz von LED-Leuchten bei einem CO2-Minderungspotenzial von mindestens 60 Prozent. Der nicht zurückzahlbare Zuschuss beträgt bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Das Amt für Verkehrsmanagement, als zuständiges Fachamt für die Straßenbeleuchtung hat für die Landeshauptstadt Düsseldorf hierzu zwei Förderanträge beim dem vom BMU eingesetzten Projektträger Jülich eingereicht.
Für das Vorhaben "Historische Leuchten" liegt der positive Bescheid über eine Zuwendung aus dem Bundeshaushalt bereits vor.
1. Vorhaben "Historische Leuchten"
- Titel: Klimaschutztechnologie bei der Stromnutzung; Sanierung der Aussen- oder Straßenbeleuchtung
- Vorhaben: historische Leuchten
- Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit(BMU)
- Projektträger ist das vom BMU beauftragte Forschungszentrum Jülich GmbH, Projektträger Jülich
- Bauherr ist die Landeshauptstadt Düsseldorf, Amt für Verkehrsmanagement
- Planung und Bauausführung erfolgt durch Stadtwerke Düsseldorf AG
- Förderkennzeichen: 03KS2127
- Das Vorhaben beginnt am 01.08.2011 und endet am 31.01.2012.
Ziel und Inhalt ist, den Energieverbrauch der strombetriebenen Leuchten "Alt-Düsseldorfer" um mehr als 60 Prozent zu reduzieren und die Verschmutzung des Leuchteninnenraumes zu minimieren.

Leuchte "Alt-Düsseldorfer" mit HQL-Technologie
Das historische Modell "Alt-Düsseldorf" wurde vor Jahren an 69 Standorten im Stadtgebiet mit Quecksilberdampf-Hochdrucklampen bestückt. Diese Leuchtmitteltechnologie ist aus heutiger Sicht nicht mehr energieeffizient und die Lebensdauer unzureichend.
Das Leuchteninnere verschmutzt aufgrund der geringen Schutzart der Leuchten und der hohen Anlockwirkung der Quecksilberdampf-Hochdrucklampen auf Insekten in kurzer Zeit, so dass zwischen den technischen Wartungsintervallen eine zusätzliche Reinigung erforderlich ist.
Die Leuchten werden durch den gleichen Typ ersetzt, jedoch mit LED-Technologie und mit einem geschlossenen Gehäuse in der Schutzart IP 54, was ein Eindringen von Schmutz und Insekten verhindert.

Leuchte "Alt-Düsseldorfer" Tagwirkung (links) und Nachwirkung (24 Watt Anschlussleistung, rechts)
Übergeordnetes Ziel
Historische Leuchtenmodelle sind sehr beliebt und haben aufgrund ihrer Identität stiftenden Wirkung ihre Berechtigung in vielen Stadtbildern. Die früher vorgenommene Ausrüstung historischer Leuchten mit elektrischen Leuchtmitteln war oftmals mit dem Verlust der ursprünglichen Tag- und Nachtwirkung dieser Leuchten verbunden. Hinzu kamen ein schlechter Leuchtenwirkungsgrad und ein hohes Maß an Verschmutzung.
Durch den Einsatz von LED als Leuchtmittel kann die ursprüngliche Erscheinungsform der ehemals als Gasleuchte betriebene Laterne hergestellt und die Leuchten energetisch optimiert werden. Der energieeffiziente Betrieb und der Wunsch die historischen Leuchten zu erhalten, stellen durch die technologische Weiterentwicklung keinen Widerspruch mehr dar. Insofern kann diese Maßnahme auch Beispiel für andere Kommunen sein.

