Verkehrsstadtplan speziell für Kinder
Stadt stellt zweite Staffel mit Plänen für 27 Schulen vor
Mehr Sicherheit für Kinder auf den Weg zur Schule und in der Freizeit: Dazu will die Stadt Düsseldorf mit speziellen Kinderverkehrsstadtplänen beitragen. Jetzt liegt die zweite Staffel mit insgesamt elf neuen Plänen vor. Die Pläne sind für 27 Schulen in den Stadtteilen Angermund, Eller, Hubbelrath, Kaiserswerth, Lichtenbroich, Lierenfeld, Lohausen, Mörsenbroich, Rath, Stockum, Unterrath, Vennhausen und Wittlaer bestimmt. Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller hat den druckfrischen Plan in der Gemeinschaftsgrundschule Bingener Weg 10 in Eller am Donnerstag, 6. Oktober 2011, vorgestellt und der Schulleitung überreicht. "Der Kinderverkehrsstadtplan dient den Kindern nicht nur zur Orientierung, er ist auch für die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr gedacht", so Dr. Keller.

Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller (links) stellte die neuen Kinderverkehrsstadtpläne vor.
Im vergangenen Jahr 2010 ereigneten sich in Düsseldorf 159 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern. 155 Kinder wurden hierbei verletzt, davon 27 schwer. Auf dem Schulweg ereigneten sich 35 Unfälle. Die Mehrzahl der Unfälle ereignete sich also in der Freizeit der Kinder. Dieser Erkenntnis, die auch für die vorangegangenen Jahre gilt, tragen die Pläne Rechnung, indem sie auch die Freizeitziele der Kinder enthalten.
Entstanden ist der Plan im Zusammenwirken mehrerer städtischer Ämter unter Federführung des Amtes für Verkehrsmanagement. Er enthält alle wichtigen Informationen rund um die täglichen Wege und Aktivitäten von Grundschulkindern. So werden stark befahrene Straßen mit Ampeln, Zebrastreifen oder Mittelinseln, Tempo-30-Straßen, Straßenbahnführungen und Haltestellen sowie straßenunabhängige Fußwege, beispielsweise durch Grünanlagen, dargestellt. Ferner enthält der Plan für Kinder relevante öffentliche Gebäude und Einrichtungen sowie Spielorte. Die Pläne sowie Symbole sind für Kinder verständlich dargestellt. Auf der Planrückseite sind ein Straßenverzeichnis und weitere grundlegende Informationen zum Thema Verkehrssicherheit abgebildet.
Der Kinderverkehrsstadtplan soll regelmäßig in Schulprojekten des Sachkunde- und Verkehrserziehungsunterrichts mit den Kindern verwendet werden. Für neu zuziehende Familien mit Kindern im Alter von etwa 6 bis 12 Jahren ist er auch als Information und Orientierungshilfe gedacht. Neben der Verkehrssicherheit lebt auch die zukünftige Aktualität der Kinderstadtpläne vom Mitwirken der Schulen. So sollen Hinweise auf Veränderungen in der Örtlichkeit oder Meldungen von neuen, eventuell auch entfallenen Freizeitzielen kommuniziert werden, die dann in die Pläne einfließen können. Eine Aktualisierung der Pläne ist alle drei Jahre vorgesehen.

Lookie, das neue tierische Maskottchen für städtische Aktionen zur Verkehrssicherheit für Kinder, mag die neuen Stadtpläne.
Ferner können auch Eltern ihren Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten, indem sie mit ihren Kindern die Umgebung anhand des Kinderstadtplans erforschen und die für Kinder sichersten Wege suchen. "Man kann nicht oft genug betonen, dass der kürzeste Weg nicht immer der beste ist und ein Umweg zur nächsten Ampel oder einem Zebrastreifen für die Sicherheit der Kinder sich immer lohnt", rät der Verkehrsdezernent.
Bei der Vorstellung der zweiten Staffel der Kinderverkehrsstadtpläne war auch Löwe "Lookie" anwesend. Er ist das neue tierische Maskottchen für städtische Aktionen zur Verkehrssicherheit für Kinder und begleitet künftig die vielfältigen Maßnahmen der Verkehrserziehung. Die sieben Pläne der ersten Staffel sind 2006 erschienen und wurden an 32 Grundschulen in Gerresheim, Grafenberg, Heerdt, Innenstadt, Oberkassel und Wersten verteilt. Die Rückmeldungen der Kinder und insbesondere der Eltern und Schulleitungen waren äußerst positiv. Deshalb hat der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschlossen, das Projekt fortzuführen. Die Kosten für die zweite Staffel belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Auch die neuen Kinderstadtpläne werden ausschließlich über die Schulen an die Erstklässler der 27 Grundschulen verteilt.
Einen weiteren Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr leistet die Stadt mit dem Verteilen von gelben Warnwesten. Durch das Tragen der Warnwesten, sind Kinder gerade bei Dunkelheit schon aus großer Entfernung zu erkennen und das kann ihnen sogar das Leben retten. Wie schon in den vergangenen Jahren, können die Schulen beim Amt für Verkehrsmanagement für ihre Erstklässler die Warnwesten anfordern. Ansprechpartnerin ist Antonia Schnelle.

