Bau der Wehrhahn-Linie bewegt sich im Zeitplan

Fertigstellung der ersten Röhre war 2010 der Meilenstein/Im April 2011 startet "Tuborine" zur zweiten Fahrt
Gut drei Jahre nach dem offiziellen ersten Spatenstich für den Bau der Wehrhahn-Linie (28. November 2007) bewegen sich die Arbeiten gut im Zeitplan. Mehr und mehr verlagern sich die Bauaktivitäten unter die Erdoberfläche. Dies zeigt sich besonders deutlich an den künftigen Bahnhöfen Kirchplatz und Graf-Adolf-Platz. Dazu Oberbürgermeister Dirk Elbers: "Am Ende des Jahres bedanke ich mich bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gästen unserer Stadt, dass sie den Großbauvorhaben in der Innenstadt mit so viel Verständnis begegnet sind. Mit dem Kö-Bogen und der Wehrhahn-Linie setzen wir für die Entwicklung unserer Stadt Impulse, die das Bild Düsseldorfs für die kommenden Jahrzehnte nachhaltig prägen."

Noch ist die Bahntrasse der Linie 701 in Richtung Nordstraße an der Tuchtinsel unter dem Tausenfüßler unterbrochen. Ab 10. Januar soll die Strecke wieder zur Verfügung stehen.
Wesentlicher Meilenstein beim Bau der Wehrhahn-Linie war in diesem Jahr die Fertigstellung der 1.298 Meter langen Röhre zwischen Bilk und Höhe Benrather Straße. Problemlos hat die Tunnelbohrmaschine ihr Pensum erledigt und dabei den ursprünglich gesetzten Zeitrahmen noch um vier Wochen unterboten. Zwischenzeitlich ist die Demontage der "Tuborine" abgeschlossen. Der Kopf der Maschine wurde in der Kasernenstraße geborgen und zum Corneliusplatz transportiert, die so genannten Nachläufer wurden durch den Tunnel zum Startschacht in Bilk zurück gezogen und werden nun dort demontiert.
Derweil laufen die Vorbereitungen zum Aushub der Bahnhöfe am Kirchplatz und am Graf-Adolf-Platz. Dazu werden die Röhren im Bereich der künftigen Bahnhöfe zu etwa zwei Dritteln mit Kies aufgefüllt. Dies ist nötig, um - wie vorgesehen - die eingebauten Tübbings in diesen Abschnitten zu entfernen. Durch große Öffnungen in beiden Bahnhofsbereichen wird das Erdreich danach in den nächsten Monaten ausgehoben.
Das Jahr 2011 wird entlang der U-Bahn-Trasse vor allem dadurch geprägt sein, dass die Großgeräte, wie Schlitzwandbagger, aus dem Straßenbild verschwinden. Vom Corneliusplatz aus wird die Tunnelbohrmaschine im April zu ihrer zweiten Fahrt über die 959 Meter lange Strecke in Richtung Wehrhahn starten. Zum Stand der Arbeiten im Einzelnen:
Startschacht Bilk
Der Abbau der Einrichtungen für den Bau der ersten Tunnelröhre geht dem Ende zu. Es laufen die Vorbereitungen für den Bau der Tunnelrampe für die Ein- und Ausfahrt mit der Unterquerung der Bachstraße.Bahnhof Kirchplatz
Die Oberfläche ist weitgehend wieder hergestellt. Die Straßenverbindungen sind alle wieder im früheren Zustand befahrbar. Es schließen sich jetzt der Aushub und später die Rohbauarbeiten für den Bahnhof an.Bahnhof Graf-Adolf-Platz
Rund um den Graf-Adolf-Platz sind die Arbeiten entlang der Wehrhahn-Linie am weitesten voran gekommen. Die Straßenbahntrasse ist wieder in der alten Lage. Auch dort steht demnächst der Aushub im Vordergrund, an den sich die Rohbauarbeiten für den Bahnhof anschließen. Alles in allem sieht der Graf-Adolf-Paltz wieder so aus, wie vor Beginn der U-Bahn-Bauarbeiten. Lediglich eine Fläche für die Baustelleneinrichtung im zentralen Platzbereich zeugt von den weiteren Aktivitäten.Bahnhof Benrather Straße
Im Bereich dieses Bahnhofes müssen noch letzte Schlitzwände gesetzt werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten (etwa Mitte 2011) beginnt auch dort der Aushub des Bahnhofes. Besonderheit ist, dass die Arbeiten unter einem Deckel auf herkömmliche Art vorgenommen werden können, da die Tunnelbohrmaschine ihre Fahrt vor dem Bahnhof beendet hat. Ebenso in herkömmlicher Weise, sprich als betonierter rechteckiger Baukörper, wird die Tunnelröhre dann in Richtung Grabenstraße weiter gebaut, wo der Anschluss an den bereits in den 1980er-Jahren gebauten Abschnitt unter dem Carschhaus geschaffen wird.Bahnhof Heinrich-Heine-Allee
Der Bahnhof liegt teilweise unter dem Kaufhof und unter dem Corneliusplatz. Dort laufen die Vorbereitungen für die Anlegung eines mächtigen Eispanzers (Vereisung des Erdreiches). Er wird sich unter dem Gebäude des Kaufhofes erstrecken. Unter dem Schutz des späteren Eispanzers wird der Bahnhof gebaut.Bahnhof Schadowstraße
Zurzeit werden unter dem Tausenfüßler die letzten Schlitzwände gebaut. Der Deckel, unter dem der Bahnhof später gebaut wird, ist fast fertig. Die Vorbereitungen für die Durchfahrt der Tunnelbohrmaschine laufen planmäßig. Ab dem 10. Januar kann an der Tuchtinsel auch wieder die Straßenbahnlinie 701 von der Berliner Allee in Richtung Nordstraße verkehren.Bahnhof Jacobistraße/Pempelforter Straße
Dort laufen noch bis August 2011 Schlitzwandarbeiten. Nach der Durchfahrt der Tunnelbohrmaschine kann dann der Aushub für den Bahnhof beginnen.Rampe Wehrhahn
Dort laufen Schlitzwandarbeiten. Der Rampenbereich für die Tunnelein- und -ausfahrt ist zugleich auch der Zielschacht für die Tuborine. Wenn die Maschine ihr Ziel erreicht hat und demontiert ist, kann dann von dort auch die Rampe angelegt werden.(28. Dezember 2010)


