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Aktuelle Hochrechnung der Gesamtkosten

Wehrhahn-Linie
Wehrhahn-Linie

Gesamtkosten liegen bei 748,1 Millionen Euro / Zustimmung im Ordnungs- und Verkehrsausschuss

Eine Vorlage mit den aktuellen Gesamtkosten für den Bau der Wehrhahn-Linie hat die Verwaltung erarbeitet. Eine entsprechende Ankündigung dazu hatte es bereits in der Ratssitzung am 30. September 2010 gegeben. Neben den reinen Baukosten beinhaltet der Änderungsbeschluss eine Hochrechnung aller mit dem Projekt verbundenen Kosten bis zum Bauzeitende. Dazu zählen auch die Aufwendungen für die Baubetreuung, wie die Beauftragung externer Büros sowie Kosten für juristische Beratung und Versicherungen. Ergebnis: Die im Haushalt der Stadt zu veranschlagenden Mittel erhöhen sich gegenüber dem Bau- und Finanzierungsbeschluss des Rates 2007 von 650,5 Millionen Euro auf aktuell 748,1 Millionen Euro (Bruttowert). Eine entsprechende Empfehlung an den Rat sprach der Ordnungs- und Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am 22. Juni aus.

Der Corneliusplatz ist zentraler Baubereich für den Bau der Wehrhahn-Linie. Von dort wird die Unterfahrung des Kaufhofes in der einen Richtung und die Fortsetzung der Röhre in Richtung Wehrhahn in der anderen Richtung vorbereitet.
Der Corneliusplatz ist zentraler Baubereich für den Bau der Wehrhahn-Linie. Von dort wird die Unterfahrung des Kaufhofes in der einen Richtung und die Fortsetzung der Röhre in Richtung Wehrhahn in der anderen Richtung vorbereitet.

Hindernisse im Baugrund

Die Entwicklung der Baukosten, über die seit Baubeginn fortlaufend in der "Kleinen Kommission" und im Rat der Stadt berichtet wurde, macht einen Anteil der Mehrkosten von 56,7 Millionen Euro aus. Diese Erhöhung ist vor allem auf die Beseitigung von Hindernissen im Baugrund sowie zusätzliche Leitungsverlegungen zurück zu führen. Sie waren bei der Planung nicht vorherzusehen. Abweichend von den vorliegenden Plänen wurde etwa vor einem Bankgebäude in der Kasernenstraße im Untergrund eine massive Betonwand gefunden, die beseitigt werden musste.

Abweichungen gab es zudem bei den Bestandsplänen der vielfältigen Kommunikations- und Versorgungsleitungen. Zu Mehraufwendungen führte darüber hinaus die Sicherung des Jüdischen Friedhofes mit einer zusätzlichen Rohrschirmdecke, wie es die Fachleute nennen. "Die Entwicklung der Baukosten der Wehrhahn-Linie liegt mit unter zehn Prozent in einem für Projekte dieser Größenordnung hervorragenden Rahmen", stellt dazu Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller fest. So hätten sich die Kosten beim U-Bahnbau in Köln inzwischen nahezu verdoppelt.

Der Änderungsbeschluss weist darüber hinaus einen Betrag in Höhe von 40,9 Millionen Euro für den gegenüber dem Bau- und Finanzierungsbeschluss aus dem Jahre 2007 erhöhten Aufwand für die Baubetreuung und Entschädigungen auf. Nach der Beschlussfassung 2007 wurde entschieden, bestimmte Leistungen der Baubetreuung nicht durch zusätzliches städtisches Personal ausführen zu lassen, sondern diese Leistungen an externe Büros zu vergeben. Diese Ingenieuraufträge wurden nunmehr in die Gesamtkosten eingerechnet.

Unter dem Graf-Adolf-Platz laufen die Rohbauarbeiten für den künftigen Bahnhof auf Hochtouren.
Unter dem Graf-Adolf-Platz laufen die Rohbauarbeiten für den künftigen Bahnhof auf Hochtouren.

Neue Sicherheitsstandards

Die Überprüfung und Heraufsetzung der Sicherheitsstandards bei verschiedenen Bauabschnitten nach dem tragischen Einsturz des Archivs in Köln führten zu weiteren Mehrkosten. Dazu Dr. Keller: "Der bis dato nicht nur termingerechte, sondern auch sichere Fortschritt der Baumaßnahme rechtfertigt die Entscheidung für eine professionelle Organisation mit externer Unterstützung sowie den damit verbundenen erhöhten Personal- und Sachaufwand."

Die Baukostenerhöhungen sind von der Stadt unabhängig von der derzeit vom Zuwendungsgeber festgelegten Begrenzung des Förderrahmens mit der Zielsetzung angemeldet worden, auch deren Förderfähigkeit zu erreichen.

(24. Juni 2011)


 

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24. Mai 2012 | 22:28 Uhr

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