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Tunnelpatin besuchte die "Tuborine" und ihre Mannschaft

Wehrhahn-Linie
Wehrhahn-Linie

Astrid Elbers brachte den Tunnelbauern Kuchen zu ihrem Arbeitsplatz unter Tage

Auf diesen Gast freut sich die Mannschaft der Tunnelbohrmaschine "Tuborine" immer ganz besonders: Wenn Tunnelpatin Astrid Elbers den Männern und der Maschine einen Besuch abstattet, gibt es traditionell Kuchen. So auch am Mittwoch, 27. Juli, als sie bei den Tunnelbauern zu Gast war und dabei durch den schon fertiggestellten Abschnitt der Röhre bis zur Spitze der Maschine ging, wo die einzelnen Tübbings zusammengesetzt werden. Direkt vor Ort machte sich die Tunnelpatin ein Bild vom Fortgang der Arbeiten und von der Stimmung bei den Tunnelbauern in der Düsseldorfer Unterwelt. Mittlerweile hat die Tunnelbohrmaschine die Mitte des U-Bahnhofes Schadowstraße in Höhe des Hauses Nr. 51 erreicht.

Astrid Elbers brachte bei ihrem Besuch der Tunnelbohrmaschine Schichtingenieur Matthias Kuczewski (links) und Schildfahrer Michael Kolmsee Kuchen mit.
Bildershow: Kuchen für die Tunnelbauer - Tunnelpatin Astrid Elbers besuchte die "Tuborine" und ihre Mannschaft (8 Bilder).

Astrid Elbers hatte im Rahmen des Baus der Wehrhahn-Linie nach dem bereits erfolgreich fertiggestellten Tunnelabschnitt zwischen der Bilker Allee und der Benrather Straße (Länge: 1.298 Meter) auch die Patenschaft für den zweiten Tunnel (Corneliusplatz - Wehrhahn/Ecke Kölner Straße mit einer Länge von 959 Metern) übernommen. Nach der Tunneltaufe im Startschacht am Corneliusplatz am 7. April waren die Arbeiten für den zweiten Tunnel (Tunnel "Astrid II") offiziell aufgenommen worden.

Die Arbeiten auf der Tunelbohrmaschine waren für den Besuch der Tunnelpatin kurzfristig unterbrochen worden, da sonst wegen des Lärms kaum eine Verständigung möglich wäre. Astrid Elbers sprach mit der Mannschaft auf der Maschine über den Fortgang der Arbeiten und ließ sich dabei auch den Ablauf vor Augen führen. "Ich bin sehr beeindruckt vom präzisen Zusammenspiel von Mannschaft und Maschine. Es ist sehr spannend zu sehen, was unter der Oberfläche passiert", fasste die Tunnelpatin ihre Eindrücke zusammen.

Die Tuborine arbeitet sich seit dem Auftakt planmäßig voran. Zurückgelegt hat sie nach dem Einbau des 194. Tübbing-Ringes eine Strecke von fast 300 Metern. Die Arbeit der Tunnelbohrmaschine lief bisher ohne Probleme. Mit ihrer Hilfe müssen auf der zweiten Fahrt bis zum Zielpunkt insgesamt 640 Ringe eingesetzt werden.

Nach der Unterfahrung des Tausendfüßlers hatte für die Tunnelbauer wieder der normale Rhythmus begonnen, bei dem im Schichtbetrieb von montags bis samstags gearbeitet wird und sich am Wochenende Wartungsschichten anschließen. Zuvor waren die Arbeiten über sieben Tage mit 24-Stunden-Schichten gelaufen. Zu einer Schicht gehören 13 Mitarbeiter, von denen sieben direkt vor Ort arbeiten. Weitere sind als Lokführer- und Kranführer oder auch auf der Separieranlage in Bilk im Einsatz. Im Durchschnitt arbeitet sich die Maschine mit drei Zentimetern pro Minute durch das Erdreich, wobei sich das mächtige Schneidrad zwischen 1,1- bis 1,6mal pro Minute dreht.

Im Bereich unter der Hochstraße waren dabei als Besonderheit Stahl-Tübbings montiert worden. Sie wurden über eine Distanz von 21 Metern (= 14 Ringe) eingebaut. Der Aufwand für die Montage ist deutlich höher als bei den üblichen Stahlbeton-Tübbings, da die Einzelteile - sieben große und ein kleiner bilden den Ring - alle untereinander mit zahlreichen Schrauben verbunden werden mussten. Die Stahlbeton-Tübbings werden hingegen durch Druck zusammengehalten.

Der Einbau der Stahltübbings in diesem Abschnitt war notwendig, da dort später in unmittelbarer Nachbarschaft der Straßentunnel für den Kö-Bogen in Nord-Süd-Richtung gebaut werden soll. Sie bieten die Gewähr, dass es beim späteren Aushub des Erdreiches nicht zu Verformungen innerhalb der U-Bahn-Röhre kommt.

(27. Juli 2011)


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