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Deckelbauweise lässt U-Bahnhöfe unsichtbar entstehen

Wehrhahn-Linie
Bauverfahren: Die Deckelbauweise

Damit nicht nur beim Bau des Tunnels alles reibungslos läuft, sondern auch beim Bau der U-Bahnhöfe, hat sich die Stadt Düsseldorf für die oft bewährte Deckelbauweise entschieden. Die Besonderheit: Fahrbahnen und Gehwege bleiben dabei weitgehend erhalten. Somit reduziert sich die Beeinträchtigung für Fußgänger, Radfahrer, Autos und Straßenbahnen auf ein Mindestmaß.

Stabile Schlitzwände mit Schutzfunktion

Wie der Bau von Schlitzwänden und Deckel funktioniert, verdeutlicht die folgende Animation (bitte auf Start klicken).

Um die Beeinträchtigungen an der Oberfläche so gering wie möglich zu halten, schachten die Bagger nur auf einer Fahrbahnseite aus. Dies bedeutet: Während beispielsweise die südliche Fahrbahn geöffnet ist, fließt auf der nördlichen der Verkehr an der Baustelle vorbei. Sind Gehwege und Hauseingänge im Bereich der Arbeiten, schließen stabile Hilfsbrücken alle Lücken. Während der ersten oberirdischen Bauschritte an den neuen U-Bahnhöfen werden Schlitzwände an den Rändern der entstehenden Baugrube bis zu 35Meter tief in das Erdreich eingebracht. Entlang dieser sogenannten "Schlitzwände" schachten Bagger und Bauarbeiter die Grube weiter aus. Die Schlitzwände übernehmen dabei eine wichtige Schutzfunktion: Sie verhindern, dass Erde in den unterirdischen Bau nachrutschen kann, und dichten den entstehenden Bahnhof gleichzeitig gegen das Grundwasser ab.

"Düsseldorfer Deckel" freut Anwohner und Verkehrsteilnehmer

An den Bahnhofsbaustellen kommt der sogenannte "Düsseldorfer Deckel" zum Einsatz. Hat die Baugrube auf einer Straßenseite die vorgesehene Tiefe erreicht, wird sie mit einem Deckel verschlossen. Alle Arbeiten gehen dann unter Tage weiter - während auf dem Deckel der Verkehr über die wiederhergestellte Fahrbahn fließt. Der Betondeckel ruht auf Schlitzwänden und Hilfsstützen. Sie tragen das Gewicht der Straße. Doch nicht nur für den Verkehrsfluss ist die Deckelbauweise angenehm, sondern auch für die angrenzenden Wohnungen, Büros und Geschäfte: Von den Bauarbeiten ist dann weder etwas zu sehen noch zu hören.

Der Ausbau der U-Bahnhöfe wird in etwa bis 2014 dauern. Ab 2010 beginnt die Tunnelbohrmaschine von Bilk aus mit ihrer Arbeit.



Der Düsseldorfer U-Dax

eCard mit U-Bahn-Motiv

 

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